Aktion 2019

Enteignen – was denn sonst?

Liebe Leser*innen,

die Begeisterung und die Entrüstung über die Berliner Initiative »Volksbegehren Deutsche Wohnen & Co enteignen« zeigen, dass es ums Eingemachte des Kapitalismus geht: Wenn die Profitgier zum Wahnsinn wird, sprich Millionen aus ihrer Wohnung auf die Straße getrieben werden, dann ist Schluss mit lustig. Das neoliberale Versprechen auf Wohlstand offenbart sich nun für viele als eine groß aufgelegte Betrugsmasche. Es mehrt einzig den milliardenschweren Reichtum. Viele haben nun verstanden, dass es nicht mehr anders geht, als sich mit den Mächtigsten anzulegen, um die Verelendung abzuwenden. Diesen wiederum fällt es schwer, abzuwiegeln.

Es gibt letztlich auch keine andere Alternative, als sich zusammenzuschließen und das Wohnen durch Re-Kommunalisierung – auch bei den Neubauten – wieder bezahlbar zu machen. Warum aber sollen wir es dabei bewenden lassen? Warum die Klimakatastrophe hinnehmen, warum das Insektensterben – sprich den ökologischen Zusammenbruch – akzeptieren, warum in der konkurrierenden existenzbedrohenden Arbeitsplatz-Gesellschaft verharren? Der Ruf des Kommunistischen Manifestes von 1848 wird wieder gehört: Enteignet die Enteigner.

System Change hin zur Commons-Gesellschaft, hin zur Allen-alles-Gesellschaft, wie eine Forderung der Münchner Räterepublik lautete. All dies kann nicht über Nacht gehen. Aber an verschiedenen »Ecken« der Gesellschaft haben sich Menschen auf den Weg gemacht: Politische Kommunen, Hausbesetzungen gegen Obdachlosigkeit, Mietshäuser-Syndikat, Urbane Gärten, Fridays for Future, Klimacamps, und, und, und …

Die Contraste mit ihren Berichten über das Neue im Alten ist mittenmang dabei. Zumindest solange, wie die Redaktion und die Autor*innen, die unentgeltlich aktiv sind, genügend finanziellen Rückenwind haben. In den letzten Wochen erreichten uns wieder mehr Spenden, 574,50 Euro insgesamt. Wir gehen somit auf die 50 Prozent des Spendenziels von 7.000 Euro zu. Vielen Dank. Wir brauchen allerdings mehr. Wir bitten dringlich um weitere Unterstützung.

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Aus der CONTRASTE-Redaktion grüßt

Heinz Weinhausen

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