Aktion 2019

Don Corrado hat‘s drauf

 

Liebe Leser*innen,

der Herr sprach, es werde Licht … Und 450 Menschen hatten wieder Strom. So geschehen jüngst in Rom. Es war allerdings kein göttliches Wunder, sondern beherzter Ungehorsam. Der Herr war Kardinal Konrad Krajeski, seit 2013 der Almosenbeauftragte von Papst Franziskus. Seitdem bringt er Tag für Tag mit seinem Lieferwagen Lebensmittel und Decken zu den Ärmsten in Rom, meist Obdachlose, meist Immigrant*innen. Die Wohnungsnot ist so groß, dass sage und schreibe 10.000 Menschen in 100 besetzten Gebäuden leben! Aber wenigstens der Strom solle bezahlt werden, meinte einer der Hausbesitzer, der inzwischen für Stromkosten in Höhe von 300.000 Euro aufzukommen hatte. Und so ließ er die Zuleitung in seinem Haus für 450 Bewohner*innen kappen.

Nach einer Woche Dunkelheit wurde es dem Kardinal, im Volksmund Don Corrado genannt, zuviel. So könne man mit Menschen nicht umgehen. So stieg der gelernte Elektriker in den Stromschacht des Hauses, entfernte die Versiegelungen und ließ es wieder leuchten. Dafür wurde er in halb Rom und Italien als Robin Hood des Papstes gefeiert. Er sah es schlicht als Akt der Menschlichkeit, eine Strafe würde er auf sich nehmen. Nun gibt es Verhandlungen mit den Bewohner*innen. Unterstützung kommt von vielen Künstler*innen, die mit Benefizauftritten die Stromschulden mindern wollen. Ach, würde doch in unserem kalten Deutschland auch ein solches Licht aufgehen.

Der Mai hat unserem Zeitungsprojekt einiges an Unterstützung gebracht: 488 Euro. Vielen Dank allen Spender*innen. Aber obacht, 3.172,33, braucht es noch bis Ende Oktober, damit unser Zeitungsprojekt weiter wirken kann. Geht da noch was? Mut macht eine Kölner Leserin, die gleich fünf Schnupperabos verschenkt. Inspiriert von der Mai-Ausgabe schrieb sie: »Euer aktuelles Contraste-Heft mit dem Thema Sozial-Genossenschaften ist großartig! Auch die Berichte über EXT und die Mahnwachen vor den Gefängnissen sind für mich nicht ohne!«

Wie schön, vier neue Abonnent*innen konnten wir begrüßen, zweimal ein Kombiabo darunter. Ein neues Fördermitglied ist dazu gekommen. Es verabschiedeten sich aber auch gleich sechs Abonnent*innen und ein Fördermitglied.

Gerne würdigen wir unsere Spender*innen durch Namensnennung, schreibt dazu bitte im Verwendungszweck »Name ja« oder sendet eine E-Mail an abos@contraste.org.

Aus der CONTRASTE-Redaktion grüßt

Heinz Weinhausen

 

Mailingliste

Einfach hier eintragen:
lists.contraste.org/sympa/info/contraste-liste

Die Umgangsfomen zwischen den NutzerInnen dieser Liste haben wir in einer Netiquette festgelegt.


Schnupperabo

CONTRASTE kann einmalig zum Sonderpreis von 7,50 € drei Monate lang "beschnuppert" werden. Dieses Schnupperabo endet automatisch und muss nicht gekündigt werden. Hier bestellen ...


Lest Contraste

CONTRASTE kostet im Abo 45 Euro (europ. Ausland 51). Oder Ihr könnt Fördermitglied werden: Mindestbeitrag 70 Euro. Hier abonnieren oder beitreten.


Lexikon der Anarchie

Was bedeutet eigentlich Selbstverwaltung?
Hier könnt ihr es nachlesen.